Teil 2 - Thema Offenheit UW-Prinzip
VERTRAUENSBASIS
ur wer einem anderen 100%ig vertraut gibt sein Denken in aller OFFENHEIT dem anderen preis. Ist diese Vertrauensbasis nicht
100%ig vorhanden, wird die Informationsweitergabe gefiltert („Was darf ich und was darf ich nicht sagen ?“).
Wer einen OFFENEN Umgang miteinander wünscht,
muss immer zuerst bei sich anfangen und sich selbst folgende Fragen offen beantworten:
Gibt es Menschen, zu denen ich 100%iges Vertrauen habe?
Gibt es Menschen, denen ich zu 100 % sagen würde, was ich denke?
Kann ich einen anderen Menschen 100%ig verstehen?
Vertraue ich mir selbst - habe ich 100%iges SELBST - VERTRAUEN?
Die ehrliche und OFFENE Beantwortung der Fragen führen zu einer Konsequenz, die Rückschlüsse zulässt über den
Grad
der möglichen OFFENHEIT. Eine totale OFFENHEIT wird es demnach wohl kaum geben.
Wenn dies so wäre, dann stellen Sie sich einmal vor, was passieren würde, wenn sich am 11.11. um 11.11 Uhr alle Menschen
das OFFEN sagen würden, was sie von den anderen Menschen denken. Wahrscheinlich hätten wir einen Bürgerkrieg.
Wir verbringen aber einen großen Teil unseres Lebens im Geschäft. Ziel eines jeden einzelnen muss es sein, einen Beitrag zu leisten für ein erfolgreiches Geschäft.
Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass ich meine Kollegen lieben muss und mit ihnen privaten Umgang pflegen muss.
Es wäre aber wünschenswert, dass alle die das Geschäft betreffenden Meinungen OFFEN gesagt
werden.
Warum ist dies in der Realität aber nicht so ?
Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser !
Diese Aussage wurde nicht nur früher als gültig erachtet sondern ist auch heutzutage noch Bestandteil im
Denken vieler Unternehmen. Grundsätzliche Gedanken zum Thema Kontrolle sind hier angebracht.
Was ist kontrollierbar?
Was ist nicht kontrollierbar?
Welche Art von Kontrolle führt zur Vernebelung der Informationen?
Was wird alles kontrolliert?
Wer kontrolliert wen?
Warum wird kontrolliert?
Der Ursprung des menschlichen Handelns ist immer sein Denken, und die sich daraus ergebende Frage ist:
Ist das Denken des Menschen kontrollierbar?
Die eindeutige Antwort ist NEIN.
Daraus ergeben sich wieder neue Fragen.
Wann ist Kontrolle gut und OFFENHEIT möglich ?
Überall im täglichen Leben gibt es Abläufe, die im Sinne von richtigem und falschem Tun (Verhalten) zu definieren sind.
Beispiel:
Die Anleitung in einem Bausatz gibt genau vor, welche Einzelschritte zu beachten sind, um das ge-wünschte Ergebnis zu erhalten. Wenn das gewünschte Ergebnis nicht zustande kommt, muss kontrolliert (analysiert) werden, welche Schritte im vorgegebenen Ablauf nicht berücksichtigt wurden.
Wenn die Fehlerquelle ausfindig gemacht ist, ergibt diese eine sofortige Lösung für die Beseitigung des Fehlers.
Klar vorgegebene und strukturierte Abläufe im Unternehmen findet man z.B. in der Logistik, Produktion, Qualitätskontrolle, EDV, Administration usw. In den Unternehmen ist der Bereich der definierbaren Abläufe relativ problemlos, da bei Schwierigkeiten immer eine Kontrollmöglichkeit (Analyse) vorhanden ist, die eine sofortige Lösung ergibt. Die Vorgaben sind letztlich ein Maßstab an dem sich alle orientieren.
>>> Teil 3